09. Oktober 2010 im Berliner Tempodrom und Bilder aus Frankfurt
Tempodrom Berlin - Steve lockte nach Berlin

Mit
"Different Light" aus 2003 vom About Time Album startete das
zweistündige sehr abwechslungsreiche Konzert des Abends. Die
nachfolgenden Songs bekannt aus den verschiedensten Dekaden von Steves
Karriere folgten. Eins hatten sie alle gemeinsam. Sie fielen durch die
schönen jazzbluesartigen in der Rockmsuik eigentlich nicht
üblichen Improvisationen sehr positiv auf.
Egal, ob Steve als Hauptperson, ebenso wie seine Mitmusiker, zeigten hier bei diesem leider wie immer zu kurzem lebhaften musikalischen Abend, was sie im Einzelenen so zu Gehör zu bringen vermögen. Die Songs waren durchschnittlich 10 bis 12 Minuten lang. Schnell vergaß man, daß das Tempodrom nicht ausverkauft war. Das Publikum, vornehm zurückhaltend ( was man eigentlich mehr den Hamburgern so nachsagt) ließ Steve, als Hauptperson des Abends zeigen, was man von ihm erwarten konnte und er auch immer wieder zeigte, daß er musikalisch an der Gitarre und vor allem an seiner Hammondorgel nach wie vor frisch und munter alles spielte. Auch seine Stimme war unbeschreiblich in Höchstform. Soviel Soul in der Stimmme nach fast 50 Jahren Bühnen und Plattenkarriere zu liefern ist schon eine Meisterleistung für sich und es bringt immer noch Spaß zuzuhören. Ob nun die schnellen Hits aus Spencer Davis Group Zeiten wie "I Am A Man" am Anfang oder "Gimme Some Loving" am Schluß, hatten nichts von an ihrer Aktualität eingebüßt und durch die geschickten Imrovisationen ein zeitlich erfrischendes neuesn Klangkleid bekommen.
Auch
die Trafficsongs "Light up or leave...", eine Omage an
seine langjährigen Freund Jim Capaldi, "Empty pages", "Low Spark of high-heeled boys" mit sehr ausführlichen Improvisationen aller Mausiker, und
"Dear Mr. Fantasy" mit Steve an dem unnachahmlichen Gitarrensolo
ließen genauso die gesitteten Publikumsohren aufhorchen. Auch die
Blind Faith Zeit erhielt mit "Can't find my way home" erhielt seinen
Würdigen Platz in diesem Konzert. "Higher Love", dem Hit aus
den 80er Jahren, erfuhr auf eine sehr schönen Art eine
Frischzellenkur, die sich auch in den schönen Imrovisationen
zeigte und so das seichte Hitmäßige positiv
verdrängte. Mit "Hungry Man","Dirty City", "Fly" und "At
times we do forget" kamen auch die neusten Werke von Steve letzten
Soloalbum Nine Lives zu wohlverdienten Ehren.
Hier
ist Steve und seiner fast erneuerte Band ein rundum gelungen
Zusammenstellung an Song gelungen, die für jegliche
Überraschung gut war und auch ausführlist die musikalischen
Kapazitäten der neuen Musiker vorstellte.
Hier an dieser Stelle die Setlist aus Berlin:
01. Different Light
02. I'm a man
03. Hungry Man
04. Can't find my way home
05. Dirty City
06. Fly
07. At times we do forget
08. Light up or leave me alone
09. Bandintro und Low Spark of high-heeled boys
10. Empty pages
11. Higher Love
Zugabe
12. Dear Mr .Fantasy
13. Gimme Some Lovin'
Steve ließ seinen Mitmusikern sehr viel Raum ihr jeweiliges
Können in ausgedehnten spannenden Solis vorzustellen. Tim, Sengh
und Davide stammen musikalisch fast ausnahmslos sehr aus dem
Jazzbereich. Teilweise sind sie nur Insidern bekannt, was sich durch
diese Europatour ändern dürfte. Auch hier sieht man eine
weitere Fähigkeit von Steve, daß er nicht nur mit seinen
bekannten Kollege wie z. B. mit Eric Clapton her zusammenspielt,
sondern auch erstklassige junge Musiker zu finden und denen eine
Plattform anbietet ihre excllenten Fahigkeiten vorstellen zu
können.

Als ich nach dem Konzert mal wieder auf Autogramme wartete ( von Steve nun das dritte ) und Davide sich dann auch auf meinem "Revolution-Album" verewigte, schaute er sich das Album genauer an und hatte richtig bemerkt und war selbst erstaunt darüber, was Steve schon so alles geleistet hat.
An dieser Stelle möchte ich noch vielen Dank an Bernhard L. ausprechen für die Bilder aus Frankfurt. Weiter Bilder aus Bertlin erscheinen noch an dieser Stelle.