Am 25. April so kurz vor Monatsende erschien die neue CD von Steve nach fast 5 Jahren. Sehnsüchtigs erwartet, bestellte ich sie bei meinem Händler meines Vertrauens und wartete jeden Tag auf die Post. nach dem ich nun doch sehr ungeduldig geworden war und ich auch noch zusätzlich von Steve eine Konzert-DVD aus Übersee bestellt hatte, fiel mir auf, daß meine Bestellungen zusammengezogen waren und die Ankündigung der Lieferung ab 20 Mai geplant war, wollte ich nun nicht mehr warten und die aktivierte die Expressbestellung und am nächsten Morgen um ca. 8 Uhr wurde die Special- Edition von Nine Lives geliefert. Jetzt hielt ich die CD und die Bonus DVD in den Händen.
Die
CD enthält wunderschöne 9 Songs, die musikalisch sehr
gut seine Wurzeln widerspiegeln, aber trotzdem in einem moderne Gewand
daher kommen. Bei dieser Produktion ließ er sich von seine
langen Weggefährten wie Jose Neto - Gitarre, Karl
Vanden Bossche -
Percussion, Richard Bailey - Schlagzeug und Paul Both - Saxophon,
Flöte, Keyboards, Whistle ( irische Flötenart )
unterstützen. Selbst sein Freund Eric Clapton
ließ es sich nicht nehmen ein herrliches Gitarresolo bei
Dirty City zu spielen. Entstanden sind diese Songs in Steves eigenen
Studio auf seinem Landsitz in England. Auch wenn es ein Soloalbum ist,
haben seine Mitspieler ein sehr gleichberechtigten Raum und Anteil an
den Songs. Dieses resultierend aus dern schon zu
Traffic-Zeiten
gewohnten Arbeitsweise. Es wurde und hier auch wieder musikalisch sehr
viel improvisiert, woraus auch die Songs entstanden sind. Da Steve mehr
der Komponist ist und bei Texten sich viel adäquater
Songschreiber bedient, hat er diesmal den englischen Dichter Peter
Godin gewinnen können. Hier hat er wieder eine
glückliche Hand bewiesen einen Texter zufinden, der seine
Ideen/Gedanken in für seinen Gesang passenden Art umzusetzen.
Seine
Stimme ist nach wie vor immer noch vielfältig im
Feeling und klingt immer noch erfrischend. Das ist auch der Grund warum
ich seit 1966 dieser immer wieder auf Neue faszinierenden Stimme
lausche und mich nicht satthören kann. Auch immer wieder gibt
es Überraschungen, auch wenn man die Songs immer wieder
hört. Das gleiche gilt auch für die Spielweise an der
von ihm favorisierten Hammond Orgel. Hier zeigt er so unglaublich viele
Facetten der Spielart, die diese Instrument hervorzubringen vermag.
Auch daß er sich sich mit der Basspedaltechnik der Orgel mehr
und mehr auseinandergesetzt hat, zieht sich als Basslinien ( statt
einer
Bassgitarre ) durch fast alle Songs. Weiter spielt er wieder
mehr auch die Solo-Gitarre. Auch das Steve für viele
musikalische Stilrichtungen wie Blues, Jazz, Rock, R & B, Soul,
Folk, braslianische und afrikanische Einflüsse sehr offen ist,
wird hier sehr schön aufgezeigt. Daher kann ich eigentlich
keinen Song besonders als Highlight nennen, sondern jeder einzelne der
9 Songs für sich ist ein musikalisches Unikat. Alles in allem
ein vielseitiges sehr hörenswertes Album, zu dem man nur sagen
kann, daß sich die doch sehr lange Wartezeit gelohnt hat.
Auf der Bonus-DVD befindet sich ein ca. 30 minütiges Interview
und Ausschnitte wie Einblicke von der Landschaft in der er wohnt, lebt
und arbeitet. Gezeigt wurde nur er und seine Musiker und diverse
Filmeausschnitte und Bilder aus vergangen Zeiten vor allem mit Traffic,
etwas SDG, und mit Eric Clapton. In dem Interview schilderte er das
Zustandekommen dieses absolut gelungenen und wunderschönen
Albums. Aber auch seine starke Naturverbundenheit und sein
Interresse am Schutz der Natur zeigte er mit eindrucksvollen Bildern
seines Anwesens. Auch die Einblicke in die musikalische Arbeit vor Ort
kam gut rüber.
Das Steves musikalischer Weg ja nun seit 1964 bekannt ist und er auch
viel, nicht nur in eigenen Bands, sondern auch viel bei Kollegen ob
Live oder bei Studioproduktion gespielt hat und hoffentlich auch noch
weiter tun wird, ist diese Album wieder ein Stück akustisches
Abbild seines unerschöpflichen kreativen Schaffens. Man darf
gespannt sein, was noch kommen wird.